Auf den Spuren von Paulus und der ersten Christen nach Tarsus, Antiochia , Perge, Ephesus und Selcuk

Wir fliegen von Deutschland nach Adana und fahren mit dem Bus 190 km nach Antakya. Dort werden wir übernachten und Besichtigungen vor Ort machen. 

Nach seiner Jerusalemreise im Jahr 35 missionierte Paulus bis etwa zum Jahr 46 zunächst in Tarsus und dann im heutigen Antakya in der türkischen Provinz Hatay, damals noch Antiochia heißend und etwa 230 km von Tarsus entfernt. In der wechselvollen Geschichte waren die Bewohner von Arabern, Osmanen,  Syrern, nach dem  1. Weltkrieg als Mandatsgebiet von den Franzosen beherrscht, bis sie sich dann 1939 in einem umstrittenen Volksentscheid für den Anschluss an die Türkei entschieden.  

In Antakya befindet sich ein archäologisches Museum mit einer der bedeutendsten Sammlungen römischer Mosaike. Neben den Moscheen gibt es mehrere christliche Kirchen. Die bekannteste dürfte die St.-Petrus-Grotte sein, die etwas außerhalb an einem Berghang zu finden ist. Sie wurde vom Vatikan offiziell zur ältesten Kirche der Christenheit erklärt und soll der Legende nach vom Apostel Petrus eingeweiht worden sein.

Von Antakya fahren wir  über Iskenderun  - wo wir die Möglichkeit zu einem Treffen mit Bischof Luigi Padovese haben - nach Tarsus dem Geburtsort von Paulus.

Die Hafenstadt Tarsus, 30 km von der Provinzhauptstadt Mersin entfernt, ist heute versandet und liegt etwa 16 km vom Meer entfernt. Eine Stadt mit einer Geschichte, die bis in das Jahr 4000 vor Christus reicht und  in den Jahrtausenden die Herrschaft von Babylon, Persien, Alexander dem Großen, den Römern, Mameluken  und den Osmanen erlebte, heute als türkische Stadt gern von Christen besucht wird, die den Spuren von Paulus folgen.
Paulus von Tarsus ist nach der Überlieferung des Neuen Testaments der erste und wichtigste Theologe des Christentums und neben Simon Petrus der erfolgreichste Missionar des Urchristentums. Seinen Spuren folgen wir weiter über Perge und Ephesus.

Nach der Überlieferung hielt der Apostel Paulus in Perge, unserem nächsten Reiseziel, seine erste Predig.  Perge heute 14 km landeinwärts gelegen, war kein abgelegenes Städtchen, sondern die Metropole Pamphyliens. Heute ist ein großer Teil wieder freigelegt.  Vor allem im 1. Und 2. Jahrhundert  war das Kultzentrum der Artemis Pergaia in ganz Kleinasien bekannt.  Die Metropole war in byzantinischer Zeit noch Bischofssitz, doch spätestens während des Arabersturms flüchtete die Bevölkerung in das etwa 16 km entfernte Antalya, das besser zu verteidigen war.

Unsere nächste Station ist die 475 km entfernte Hafenstadt Antalya. Unseren Aufenthalt in der Stadt beginnen wir  mit einem Essen am alten Hafen, der ein besonderes Flair hat. Am nächsten Tag besuchen wir die nur wenige Kilometer von Antalya entfernten  Ausgrabungen in Perge oder alternativ, nur 30 km weiter den in Belek gelegenen „Garten der Religionen“ Nach einer weiteren Übernachtung in Antalya fliegen wir von dort dann nach Izmir.

Gegründet im dritten Jahrtausend v. Chr., besaß Izmir damals gemeinsam mit Troja die höchste Kultur in Westanatolien. 1500 v.Chr. geriet die Stadt unter den Einfluss des zentralanatolischen Hethiterreiches. Im ersten Jahrtausend v. Chr. war Izmir, das vormalige Smyrna, innerhalb des lonischen Städtebundes eine wichtige Stadt. Vom vierten bis zum elften Jahrhundert, also bis zur Eroberung durch die Seldschuken, stand die Stadt unter  byzantinischer Herrschaft und wurde im Jahre 1415 unter Sultan Mehmet Celebi Teil des Osmanischen Reiches. 

Wir schauen uns gemeinsam die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie die Ruinen einer eindrucksvollen Burg auf dem Berg Kadifekale, die Agora im Namazgah-Bezirk, das Wahrzeichen von Izmir, den Uhrturm auf dem Konak-Platz und den Kemeralti Markt am Konak-Platz an, wo Sie, wenn Sie Lust haben, auch Zeit zum Einkaufen haben. Danach fahren wir zum Hotel und übernachten in Izmir.

Am Morgen des 7. Tages fahren wir mit dem Bus  70 km  nach Ephesus, einer der bedeutendsten und ältesten griechischen Städte Kleinasiens im Altertum. Ephesos-Brief und andere historische Dokumente zeugen von der 3. Missionsreise des Paulus, die ihn um das Jahr 50 nach Ephesus führte.  Viele heute freigelegte und restaurierte historische Stätten geben Zeugnis von der Bedeutung. Einer außerbiblischen Legendenbildung nach soll sich Maria nach der Himmelfahrt Jesu mit dem Kreis der Frauen um Jesus und mit dem Apostel Johannes in einem Haus in der Nähe von Ephesos im heutigen Selcuk, dem Meryemana niedergelassen haben und bis zu ihrer eigenen Himmelfahrt viele Menschen in Heilkunde und der Lehre des Christentums unterrichtet haben.

Wie bei allen unseren Reisen haben wir Zeit für Begegnungen und den Austausch mit geschichtskundigen und religiösen Menschen der jeweiligen Region.

Am Nachmittag fahren wir dann zurück nach Izmir und fliegen von dort aus zurück nach Deutschland.

Die 8-tägige Studienreise führen wir mehrmals im Jahr durch. Zu den Terminen und Reisekosten informieren Sie sich bitte auf der dafür auf der Homepage eingerichteten Seite.

 

 

 

 

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