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Ästhetisch-künstlerische Bildung

Ästhetisch-künstlerische Bildung

Ästhetische künstlerische Bildung ist ein weiterer Themenbereich, den wir mit aufnehmen möchten. Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Kunstformen, sowohl musikalisch als auch gestalterisch, kann therapeutische Wirkung auslösen. Im Rahmen der Gewaltprävention ist die Beschäftigung mit den ästhetischen Künsten eine wichtige Methodologie, die wir in unserem Projekt mit den verschiedenen künstlerischen Angeboten einsetzen wollen. Ein besonderes Angebot organsierten wir über Alt-Orientalische Deutsch-Türkisch-Persische Musik & Kultur-Gruppe.

Der Kurs findet Online statt. Dabei begleiten uns wundervolle Kursbetreuer; Azize Güvenç, Seda Seyrek Houbakht und Kamyar Houbakht, durch die wir viele neue Informationen über die Alt-Orientalische-Türkische-Kultur lernen und immer wieder zur inneren Ruhe gelangen. Die Alt-Orientalische-Türkische-Musik wirkt auch therapeutisch; das Musikerlebnis wirkt in vielen Fällen Katharsis entgegen der Traumata: wir wollen sowohl Musik wie auch Bewegungstherapie entgegen der Gewalterlebnisse der Geflüchteter einsetzen.

Freizeitschule

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Kalligraphie ist eine bekannte Kunst in der Islamischen Kultur. „Koran wurde in Mekka offenbart, in Ägypten rezitiert und in Istanbul am schönsten geschrieben“, sagen die Kalligraphie-Meister. Die Kalligraphie, übersetzt „Schönschrift“, spricht unseren Sinn an; die bekannte philosophische Aussage „der Mensch ist das, womit er sich beschäftigt“ ist diesbezüglich unser Leitgedanke.

Unsere Gedanken, Wahrnehmung und Handlungen sind Ergebnisse unserer familiären Erziehung und gesellschaftlichen, schulischen Sozialisation. Wenn wir uns bewusst mit den ästhetischen Künsten beschäftigen, uns auf die Schönheit dieser Künste konzentrieren, bilden wir dadurch allmählich unsere Persönlichkeit. Unsere Perzeption wird durch die Übungen dieser Künste wie Musik, Kalligraphie, Poesie ausgedehnt. Wenn man geizig ist und nicht gern spendiert, sollte man üben, Bedürftigen zu helfen. Nur durch mehr Spende in der Praxis und am täglichen Leben, kann man sich jeden Tag verbessern, und großzügiger werden. Dieses Prinzip gilt auch für unsere Perzeption und Handlungen.

Durch unsere Konzentration auf die Schönschrift können wir uns jeden Tag mehr im Denken, Handeln und Fühlen verbessern. Wer sich mit den ästhetischen Künsten täglich beschäftigt, übt dadurch eine Art von Prävention gegen jegliche Art von Extremismus und Radikalismus. Durch das Praktizieren der ästhetischen Künste bilden wir eine Gefühlsebene, die auch wichtig und ausschlaggebend ist,- neben unserem Körper– und unserer Rationalität bezogenen Lebensebenen. Feine und schöne Gefühle wie z.B. Mitgefühl /Teilen, Toleranz, Liebe usw. Somit schaffen wir in uns, tatsächlich in unserem Herzen einen Lebensraum für Andere. All das kann die tägliche und geduldige Übung schaffen. In diesem Sinne kann uns die Beschäftigung mit dem der „Schönschrift“ sehr helfen, um unsere Persönlichkeit zu transformieren.

Lasst uns schönschreiben, uns darin vertiefen, und versuchen unsere zarten Gefühle durch die Schönschrift/Kalligraphie zum Ausdruck zu bringen. Wir schwiegen, unsere Schönschrift spricht. Der Kallipraphie-Meister Özdemir Şenova, bietet uns jeden Samstag die Möglichkeit sich in Schönschrift zu vertiefen.

Jumed im Einsatz

Jumed im Einsatz

JumediE – Projektziel

Ziel des Modellprojektes ist es, Ansätze zu entwickeln, um Jugendliche, die sich gegen religiös-politisch begründetem Extremismus und Islamfeindlichkeit engagieren, dazu zu befähigen, selbstständig Workshops zu Themen wie Radikalisierungsprävention und Antidiskriminierung an Schulen und sonstigen Jugendeinrichtungen durchführen zu können.

Die jugendlichen Multiplikator*innen werden für Peer-to-Peer-Methoden geschult und so in die Lage versetzt, erfolgreich eigenen Workshops durchzuführen. Dabei werden Sie durch die Projektleitung betreut und pädagogisch begleitet. Ziel der Workshops in Klassen und gemischt-konfessionellen Gruppen ist es, dass nicht-muslimische Jugendliche vorhandene Vorbehalte und Vorurteile gegenüber Muslim*innen selbstkritisch in Frage stellen und die Offenheit und Akzeptant gegenüber muslimischen Peers hergestellt wird.

Zielgruppe

Junge Erwachsene, sowie ehren-, neben- und hauptamtliche in der Kinder- und Jugendhilfe und an anderen Sozialisationsorte Tätige.

Ergebnis

Als Ergebnis stehen eine bewusste Achtsamkeit und die Kompetenz, Radikalisierungsanzeichen im eigenen Umfeld wahrnehmen zu können sowie Handlungsoptionen zu kennen, um direkt auf Betroffene zuzugehen und die Thematik anzusprechen.

Förderer

Es wird vom Mannheimer Institut für Integration und interreligiöse Arbeit e.V. in enger Kooperation mit dem Beauftragten für Integration der Stadt Mannheim umgesetzt und vom Bundesministerium für Frauen, Senioren, Familie und Jugend im Rahmen des Programms „Demokratie leben“ gefördert.

Projektleitung

Cem Vamin

vamin@mannheimer-institut.de

weiter Infos auf jumedimeinsatz.de