Nach Kappadokien, ins Siedlungsgebiet der frühen Christen und zu den Sufis des Mevlana-Ordens in Konya

Wir fliegen von Deutschland nach Ankara, der Hauptstadt der Türkei und fahren über Avanos nach Hattusas, der Hauptstadt des Hethiterreiches. Dieses Gebiet war von ca. 2500 v. Chr. Bis etwa  1.200 v. Chr. von Hethitern besiedelt. Tempel, Stadtmauern, Königs-, Löwen und Sphingentor zeugen noch heute von der Macht dieses Reiches. Ebenso Yazilikaya, ein eindrucksvolles natürliches Felsenheiligtum mit über 100 Reliefs der hethtitischen Götterfamilie.

Am 2. Tag fahren wir dann durch atemberaubende Landschaften nach Kappadokien, wo wir drei Tage im Raum Ürgüp bleiben werden.

Das Kerngebiet der heutzutage als "Kappadokien" bezeichnete Region liegt im zentralanatolischen Hochland etwa 300 km östlich der Hautstadt Ankara in einem ca. 25 qkm umfassenden Areal auf einer Meereshöhe von 1000 - 1200 Meter.

Wir besichtigen Göreme, den bekanntesten Ort im Gebiet Kappadokien. M seinen aus dem weichen Tuff herausgehauenen Höhlenkirchen und dem Freilichtmuseum hat er Weltberühmtheit erlangt. Göreme gilt als das Zentrum Kappadokiens, der dort befindliche einzigartige Komplex aus Felsformationen wurde von der UNESCO 1985 zum Weltkulturerbe ernannt. Eine weitere Besonderheit ist eine Vielzahl unterirdischer Städte, die von Archäologen seit den 1960er Jahren freigelegt wurden.  Kappadokien lag an der berühmten Seidenstraße. In der Kirchengeschichte sind die drei kappadokischen Väter bekannt, die aus dieser Gegend stammten und überwiegend dort lebten. Kappadokien war eines der wichtigsten frühchristlichen Zentren. Bis zum Jahre 1071 war es unter byzantinischer Herrschaft.

Mehr als 3000 Kirchen, die dort bis heute entdeckt wurden, zeugen von der christlichen Vergangenheit, die bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts reichte. Dafür und die unterirdische Stadt Derinkuyu , die Felsenfestungen Ortahisar und Üchsar, für das Ihlara Tal mit seinen Felsenkirchen am Fuße des Peristremabergs, ebenso  Besuche bei traditionellen Handwerkern, für Wanderungen in der Tufflandschaft und einen langen Blick auf den längsten Fluss Anatoliens, den Kizlirmak (Roter Fluss) nehmen wir uns  viel Zeit. Wir bleiben bis zum Morgen des fünften Tages.

Über die alte Seidenstraße fahren wir nach Konya und machen Halt in Sultanhan. Wir besichtigen dort die größte Karawanserei Anatoliens. Wir werden am Nachmittag in Konya, zwischen 1071 und 1308 Hauptstadt des Seldschukenreichs, ankommen.  Bis zum gemeinsamen Abendessen ist Zeit anzukommen, zu Ruhen oder vielleicht  einen Spaziergang zu machen. Hier in Konya werden wir drei Tage bleiben.

In der Bibel wird Ikonion, das heutige Konya, insbesondere in der Apostelgeschichte erwähnt, ebenso bei den Reisen des Apostels Paulus.  Heute ist Konya ein Titularerzbistum der römisch-katholischen Kirche.

Das Wahrzeichen der Stadt ist das Mausoleum von Mevlana Dschalal ad-Din Rumi, dem Begründer des Mevlevi-Ordens, heute ein Museum und mit der Moschee des Lehrers von Rumi Shams i Täbris Wallfahrtsort frommer Muslime und Anhänger des Sufismus. Rumi wurde 2008 von der UNESCO wegen seines Einsatzes für Liebe und Toleranz mit einem Gedenkjahr geehrt. Einen hohen Bekanntheitsgrad genießen auch die heute noch in mehreren Gruppen organisierten tanzenden Derwische der Mevlevis. Seit 1954 darf der Sema (Mevlevi-Tanz) anlässlich des Jahrestages von Dschalal ad-Din Rumis Tod am 17. Dezember wieder vollzogen werden, nachdem am 2. September 1925 Kemal Attatürk, der Gründer der Türkischen Republik, solche religiösen Aktivitäten durch Beschluss der Großen Nationalversammlung der Türkei verbieten ließ.

Wir werden an diesen Orten und auch in der Hacı-Veyiszade-Moschee, der Sırçalı- und Ince-Minare-Medrese viel Zeit der Einkehr, in Gesprächen, beim rituellen Tanz der Mevlevi-Derwische und Meditationen verbringen und uns auch das Archäologie-Museum, den Kubudabad-Palast, die antike Stadt Kilistra  und bedeutende Baudenkmäler aus der Zeit der Seldschuken, sowie die südlich von Konya liegende Ursiedlung Catal Hüyük (ca. 8000 v. Chr.) ansehen.

Sicher bleibt auch Zeit zum Flanieren und zum Einkaufen.  Am 8.Tag fahren wir 260 km nach Ankara und fliegen von dort zurück nach Frankfurt.

Die 8-tägige Studienreise nach Kappadokien führen wir mehrmals im Jahr durch. Zu den Terminen und Reisekosten informieren Sie sich bitte auf der dafür auf der Homepage eingerichteten Seite.

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